
Zur Person: Nico Steiger
Spezialist für Digitalisierung und künstliche Intelligenz
UNI ELEKTRO
Was ist deine Einschätzung, wie viele eurer Kunden arbeiten bereits digital? Bekommt ihr da eine Veränderung mit?
Wir beobachten, dass zunehmend Kunden – von kleineren Elektrohandwerksbetrieben bis hin zu großen Industriefirmen – digitalisieren, besonders zum Jahresende und Jahresanfang. Ein Beispiel hierfür ist ein führendes Unternehmen mit 600 Mitarbeiter*innen, das trotz cloudbasierter Lösungen zusätzliche manuelle Beschaffungsprozesse hatte. Dies zeigte uns das weiterhin vorhandene Potenzial für Prozessoptimierungen, vor allem bei elektronischen Systemanbindungen und der Einsparung von Erfassungsprozessen – wichtige Aspekte für uns als Elektrofachgroßhändler. Die Digitalisierung im Elektrohandwerk steigert Effizienz und reduziert Kosten und Fehler, wofür wir bei UNI ELEKTRO spezialisierte Lösungen bieten.
Wo siehst du aktuell noch die größten Hürden? Gibt es etwas, dass das Elektrohandwerk vor Veränderungen scheut oder zurückhält?
Die größten Herausforderungen in der Digitalisierung des Elektrohandwerks sind oft menschlicher Natur. Widerstand, nicht nur von Mitarbeitenden, sondern auch von der Geschäftsführung, ist häufig. Ein Beispiel: Ein Kunde fordert, dass jede Bestellung, unabhängig vom Wert, von der Geschäftsführung auf Papier unterschrieben wird, statt ein elektronisches Genehmigungsverfahren zu nutzen – ein Verlust an Effizienz und Zeit. Solche Hürden, kombiniert mit dem anspruchsvollen Tagesgeschäft, erschweren Innovationen. Die Digitalisierung bietet jedoch große Vorteile wie Nachhaltigkeit, Kostenreduktion und Zeitersparnis. Um die eingefahrenen Verhaltensmuster zu verändern, bieten wir beratende Unterstützung an. Gemeinsam mit unseren Kunden schaffen wir die Voraussetzungen, um die Digitalisierung effektiv zu nutzen und zu implementieren.
Wo ist aktuell der größte Handlungsbedarf im Elektrohandwerk und was sollten eure Kunden jetzt wissen und vor allem tun, um weiterhin am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben?

„Der Schlüssel liegt darin, schrittweise zu digitalisieren und dabei Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungen anzustreben, ohne sich in zu großen Vorhaben zu verlieren.“
Welche Unterschiede siehst du in Sachen Digitalisierung zwischen Elektrohandwerk, -handel und
-industrie?
In der Digitalisierung zeigen Elektrohandwerk, -Handel und -Industrie ähnliche Herausforderungen, vor allem abgesehen von branchenspezifischen Prozessen. Kleinere Unternehmen, wie im Elektrohandwerk, sind oft agiler in der Analyse und Umsetzung einzelner Prozesse, stoßen aber schnell an Grenzen bezüglich Ressourcen wie Personal, Zeit und Geld. Größere Unternehmen im Elektrohandel und in der Industrie verfügen zwar zu Teilen eher über die notwendigen Ressourcen, sie haben jedoch andere Herausforderungen wie weniger Agilität und eine geringere Änderungsbereitschaft auf Grund ihrer Größe und den teilweise komplexeren internen Schnittstellen. Als einer der führenden Elektrofachgroßhändler in Deutschland sehen wir in allen Bereichen, natürlich auch bei uns, Verbesserungsbedarf. Der Schlüssel liegt darin, schrittweise zu digitalisieren und dabei Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungen anzustreben, ohne sich in zu großen Vorhaben zu verlieren.
Wie unterstützt ihr eure Kunden konkret bei der Digitalisierung und worauf legt ihr dabei den größten Wert?
Was macht CENDAS für eure Kunden attraktiv und worin siehst du den größten Mehrwert?

„Beginnt jetzt mit der Digitalisierung! Angesichts des wachsenden Personalmangels können wir es uns nicht leisten, in alten Mustern zu bleiben.“
Angenommen, CENDAS führt ein Elektrohandwerk und möchte die Digitalisierung im Unternehmen voranbringen. Was sind deine 3 besten Tipps / Empfehlungen für uns?
1. Tipp: Priorisiert Prozessoptimierung!
Technologie dient als Werkzeug, euer Fokus sollte auf der Verbesserung der Prozesse liegen, ob durch einfache Automatisierung oder durch den Einsatz von KI. Analysiert eure aktuellen Prozesse und überlegt, wie diese optimiert werden können. Für jedes Problem gibt es eine Lösung, und oft ist die Zusammenarbeit mit dem richtigen Partner der Schlüssel zum Erfolg. Dieser Ansatz führt nicht nur zu effizienteren Abläufen, sondern eröffnet auch Wege für Innovation und Wachstum im Elektrohandwerk und kann zu kreativen Lösungen wie CENDAS führen.
2. Tipp: Gewährt echten Freiraum!
Echte Digitalisierungsprojekte erfordern echten Freiraum. Wichtig ist, Raum für Veränderungen zuzulassen, auch wenn das bedeutet, sich von altbewährten Prozessen zu trennen. Involviert alle beteiligten Mitarbeiter*innen, um wertvollen Input zu erhalten und eine breite Akzeptanz der Veränderungen zu sichern. Dies fördert nicht nur die Prozessoptimierung, sondern auch das Engagement und die Innovationsbereitschaft im Team.
3. Tipp: Beginnt pragmatisch!
Wagen wir den Blick in die Zukunft. Wie sieht das Elektrohandwerk in 5 Jahren aus?
Wenn du jeden einzelnen Elektrohandwerker mit einer Botschaft jetzt sofort erreichen könntest, welche wäre das?
Meine Botschaft an jeden Elektrohandwerker lautet:
Beginnt jetzt mit der Digitalisierung!
Nehmt euch die Zeit, um aus dem Routinegeschäft auszubrechen. Angesichts des wachsenden Personalmangels können wir es uns nicht leisten, in alten Mustern zu bleiben. Startet heute und betrachtet es als Investition in eure Zukunft. Wir von UNI ELEKTRO unterstützen euch dabei, gemeinsam mit Lösungen wie CENDAS. Es ist Zeit, den Schritt in Richtung Effizienzsteigerung, Innovationsfähigkeit, Prozessoptimierung und Nachhaltigkeit zu machen und euer Unternehmen für die Herausforderungen von Morgen zu rüsten.
CENDAS: Vielen Dank für das spannende Gespräch sowie die wertvollen Einblicke und Tipps rund um die Digitalisierung im Elektrohandwerk.

UNI ELEKTRO Fachgroßhandel GmbH & Co. KG
Das Unternehmen UNI ELEKTRO ist einer der führenden Elektrofachgroßhändler in Deutschland und bietet Kund*innen aus Handel, Handwerk und Industrie ein umfassendes Sortiment. UNI ELEKTRO stellt über 1 Mio. Artikel aus allen Produktbereichen bereit.
Seit über 50 Jahren ist das Unternehmen mit seinem Hauptsitz in Eschborn/Taunus bereits am Markt aktiv und ist somit für seine Kund*innen und Lieferanten ein zuverlässiger und kompetenter Partner. Zusätzlich ist UNI ELEKTRO mit rund 70 Standorten bundesweit vertreten, um mit ca. 1.400 Mitarbeitern seine Kund*innen persönlich und serviceorientiert zu betreuen. Es werden insgesamt 3 Zentrallager bewirtschaftet: 2 Lager mit jeweils 45.000 Artikeln und 1 Kabellager.

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